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Zusammenfassung

Mit der vorliegenden Schrift beabsichtigt Kent1) nicht, neue Ideen an die Öffentlichkeit zu bringen; er zeigt uns die praktische Anwendung bekannter Prinzipien. Überhaupt bildet das alte Sprichwort:

„Erst wäg’s, dann wag’s“

den Grundstock seiner Ausführungen. Mit anderen Worten: Untersuche alle Umstände, die nur irgendwie in Betracht kommen können, auf das genaueste, ehe du über einen Fabrikbetrieb einen Entschluß faßt!

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Literatur

  1. 1).
    William Kent, einer der bekanntesten Vorkämpfer der modernen Betriebswissenschaft in Amerika, hat besonders durch seine Mitarbeit an der Zeitschrift „Industrial Engeneering“ viel für die Verbreitung der „wissenschaftlichen Betriebsführung“ getan.Google Scholar
  2. 1).
    Die „Direktoren“ der amerikanischen Gesellschaften vereinigen die Ämter der Mitglieder des Vorstandes und des Auf sichtsrates deutscher Aktiengesellschaften in sich. Sie sind einerseits Vertreter der Aktionäre, greifen aber auch gleichzeitig unmittelbar in den Geschäftsbetrieb ein, ganz im Gegensatz zu den deutschen Bestimmungen. In der deutschen A.-G. darf keines der Mitglieder des Aufsichtsrates, d. h. ein Vertreter der Aktionäre, in den Vorstand eintreten, also unmittelbar als Organ an der Leitung der Geschäftsvorgänge teilnehmen.Google Scholar
  3. 1).
    Bekannter amerikanischer Spezialist für Fabrikorganisation, Verfasser des Buches „Work, Wages and Profits“ (Arbeit, Lohn und Gewinn).Google Scholar
  4. 1).
    Der Bericht ist in deutscher Sprache in „James M. Dodge: Industrielle Betriebsführung“, J. Springer, Berlin 1913, wiedergegeben.Google Scholar
  5. 2).
    Der amerikanische Ausdruck „scientific management“ ist in der vorliegenden Übersetzung, übereinstimmend mit dem unter Anm. 1 erwähnten Werke, durch „wissenschaftliche Betriebsführung“ wiedergegeben worden, labor-saving management durch „arbeitsparendes Leiten“, industrial management“ durch „industrielle Betriebsführung“.Google Scholar
  6. 1).
    Bezüglich des Ausdruckes Direktorium vergleiche Bemerkung auf Seite 3.Google Scholar
  7. 1).
    Gemeint ist Fred W. Taylor, der Vater der „wissenschaftlichen Betriebsführung“ (Scientific management).Google Scholar
  8. 1).
    Die drei Genannten gehören zu den bekanntesten amerikanischen Sachverständigen für moderne Arbeitsmethoden und Lohnsysteme.Google Scholar
  9. 2).
    „Dispositionsabteilung“ ist als Wiedergabe des in unter „Scientific management“ arbeitenden amerikanischen Fabriken üblichen Ausdruckes „Planning room“ gewählt. Die Aufgabe dieser Abteilung besteht darin, die einzelnen Arbeitsstücke und Hilfsmittel in geordneter Weise durch die verschiedenen Betriebsabteilungen zu leiten. Folgende Aufstellung gibt über die hauptsächlichsten Pflichten des „Planning room“ Aufklärung: a) Angabe der Zeichnung oder des Musters, b) Ausfertigung der Stückliste, c) Angaben über zu benutzende Maschinen, Werkzeuge oder Montagematerial, Auf-und Abladen, Transport von Maschine zu Maschine, d) Angabe der Reihenfolge, in welcher die Arbeit an den verschiedenen Teilen vorgenommen werden soll, e) Angaben über Anzahl der Stücke die hintereinander durch eine Operation gehen sollen, f) Angabe der vorgeschriebenen Dauer der Arbeitsleistung für jedes einzelne Stück einer Stückmenge, g) Angabe der Abteilung(en) oder Abteilung(en) und Maschine(n), wo die einzelnen Operationen vorgenommen werden sollen. Die unter c) erwähnten Vorschriften werden auch unter dem Ausdrucke „routing“ zusammengefaßt, der damit beschäftigte Beamte, der „routing clerk“, bekleidet einen äußerst verantwortlichen Posten.Google Scholar
  10. 1).
    In einem nach den Grundsätzen der wissenschaftlichen Betriebsführung organisierten Werke gibt es neben den „ausübenden“ Meistern, die in der Werkstatt tätig sind, auch noch „überwachende“ Meister, die in einem den Betrieb überwachenden Bureau arbeiten.Google Scholar
  11. 1).
    Motion Study von Frank B. Gilbreth mit Einleitung von R. Th. Kent. Deutsche Übersetzung von Colin Ross. Verlag von Julius Springer, Berlin 1921.Google Scholar
  12. 2).
    Die Worte in eckigen Klammern sind von Kent hinzugefügt.Google Scholar
  13. 3).
    auch Kinematographie.Google Scholar
  14. 1).
    The twelve Principles of Efficiency von Harrington Emerson. Verlag der Engineering Magazin Co. New York 1913.Google Scholar
  15. 1).
    Es sei hier besonders auf die in Amerika gebräuchliche Art, Massenartikel usw. zu vertreiben, hingewiesen. Die Fabrik verkauft an Grossisten (wholesalers), diese an Mittelmänner oder Verleger (jobbers), diese wiederum an Klein-oder Ladenverkäufer (retailers). Das kaufende Publikum erhält die Waren also erst aus vierter Hand.Google Scholar
  16. 1).
    Die Sinnsprüche sind in Englisch mit der deutschen Übersetzung in Klammern aufgeführt, da ein entsprechender deutscher Spruch in den meisten Fällen nicht vorhanden ist.Google Scholar
  17. 1).
    Die erwähnte Verrechnungsweise ist offenbar eine fehlerhafte und eine klare Selbstkostenbestimmung ist unter diesen Umständen eine Unmöglichkeit.Google Scholar
  18. 1).
    Carnegie befolgte sein eigenes Motto nicht: Er wurde ein Teilhaber der Union Iron Works, die Stab-und Formeisen herstellen und ein Aktionär in den Keystone Bridge Works; dann baute er gemeinsam mit seinen Socien die Edgar Thomson Bessemer Steel Works; danach errichtete er Hochöfen, kaufte die Homestead Werke und rüstete sie mit Siemens-Martinöfen aus; kaufte die Erick Cokes Werke; stellte Panzerplatten her, baute die Bessemer Eisenbahn nach dem Erie-See, beteiligte sich an Erzausbeutungs-und Dampfschiffsunternehmen und machte Vorbereitungen, Röhrenwerke am Erie-See zu bauen, was er auch durchgeführt haben würde, hätte die Bildung der U. S. Steel Corporatión (Steel Trust) und die Aufnahme seines Konzerns darin ihm die nötige Anlehnung nicht anderswo geboten.Google Scholar
  19. 1).
    Verwaltungsrat.Google Scholar
  20. 2).
    Der „cashier“ = Kassierer muß in der amerikanischen Gesellschaftsform als Organ vorhanden sein. Der Vorstand einer solchen Gesellschaft muß mindestens aus Präsident, Sekretär und Kassierer bestehen, wobei allerdings zwei Ämter in einer Hand vereinigt sein können. Die Bezeichnung Kassierer ist der Deutlichkeit halber beibehalten worden, die Funktionen dieses Postens gehen aus dem Text klar hervor.Google Scholar
  21. 1).
    Siehe Anhang.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1925

Authors and Affiliations

  • Henry L. Gantt

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