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Die Probleme der Tarifpolitik der Elektrizitätswerke

  • H. Kirchhoff

Zusammenfassung

Im Verlauf unserer bisherigen Erörterungen haben wir festgestellt, daß die Öffentlichkeit an der Diskussion über das Problem der produktivsten Unternehmungsform regen Anteil nimmt und je nach kollektivistischer oder individualistischer Wirtschaftsorientierung entweder Verstaatlichung bzw. Kommunalisierung oder Privatisierung der Elektrizitätsversorgung anstrebt. Wenn für diese Stellungnahme fast generell Momente rein pohtischer Natur maßgebend sind, so ist das lebhafte Interesse breiter Schichten der Bevölkerung an dem zweiten Hauptproblem der Stromwirtschaft, der Frage der zweckmäßigen Tarifierung elektrischer Arbeit, ganz anders motiviert, da hierbei das unmittelbare finanzielle Interesse unabhängig von jedweder weltanschaulichen Überzeugung den Standpunkt der Kritik an irgendwelchen preispolitischen Maßnahmen der Elektrizitätswerke bestimmt. Einleitend wurde bereits darauf hingewiesen, daß die große Masse der Kleinkonsumenten auch heute noch recht wenig Verständnis für die Grundlagen der Strompreisbemessung aufzubringen vermag und darum den willkürlich erscheinenden Tarifierungstendenzen oft mißtrauisch gegenübersteht. Eine derartige feindliche Einstellung der Öffenthchkeit gegenüber der Preispolitik der Stromproduzenten hat aber bekanntlich eine konsumdrosselnde Wirkung, da nur ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis, der good will des Verbrauchers, das geeignete Fundament zu einer Verbrauchssteigerung im Sinne optimaler Ausnutzung der Erzeugungs- und Verteilungsanlagen zu schaffen vermag.

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© Verlag von Julius Springer 1933

Authors and Affiliations

  • H. Kirchhoff

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