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Zusammenfassung

Zum mindesten einmal in jedem Iahre muß ver Arzt ausspannen und sich erholen. Das ist er sich selbst, seiner Familie und seiner Tätigkeit schuldig, genau so wie jeder andere, der in anstrengender Berufstätigkeit arbeitet. Das Publikum weiß das und wird es ihm gewiß nicht verdenken. Und er selbst sill sich die so unbedingt notwendige Erholung nicht versagen, nur aus dem Grunde, weil er die Kosten scheut. Er kann freilich nicht so leichten Herzens ausspannen und reisen, wie etwa ein Beamter oder Lahrer oder Offizier oder auch ein Kaufmann. Diese alle haben entweder ihren festen Urlaub und beziehen ihr Gehalt weiter, ober sie haben eo ipso Iemanden, der in ihrer Abwesenheit für sie verantwortlich ist. Nicht so der Arzt. Er vorfügt, von beamteten Ärzten abgesehen, weder über festes Gehalt, noch über festen Urlaub, noch über feste Stellvertretung. Aus dies alles muß er verzichten und wird darum gern geneigt sein, sich eine Frholungsreise vorher doppelt und dreifach zu überlegen. Seine Unkostem sind mit ven Ausgaben für die Reise nicht erschöpft. Sie betragen ein vielfaches derselben. Nimmt er keinen Stellverterter, so rucht sein Erwerb während seiner Abwesenheit vollständig. Nicht nur das.

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Copyright information

© Verlag von J. F. Bergmann 1919

Authors and Affiliations

  • Georg Knauer
    • 1
  1. 1.WiesbadenDeutschland

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