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Die akute Glomerulonephritis

  • Baron Alexander v. Korányi

Zusammenfassung

Ein 28jähriger Mann erkrankte vor 3 Monaten an Mandelentzündung mit mäßig hohem Fieber. In einigen Tagen schien er hergestellt zu sein. Nachdem er bereits vor einigen Tagen das Bett verlassen hatte, bemerkte er, daß sein Harn braunrot und trüb ist. Der Harn enthielt Blut. Dieser Befund veranlaßte ihn, sich an unserer Klinik aufnehmen zu lassen. Der Harn enthielt reichlich rote Blutkörperchen, ganz vereinzelt auch weiße, in mäßiger Zahl hyaline, einzelne gekörnte Zylinder und etwa 1‰ Eiweiß. Das spezifische Gewicht betrug 1028. Sonst war das Ergebnis der Krankenuntersuchung, von eiterigen Pfröpfen abgesehen, welche aus den mäßig vergrößerten, etwas geröteten und zerklüfteten Tonsillen exprimiert werden konnten, durchaus negativ. Der Maximaldruck betrug 125, der Minimaldruck 60 mm Hg nach Riva-Rocci, die Gefrierpunktserniedrigung des Blutes 0,56°, der Restnitrogengehalt 35mg%, der Kochsalzgehalt 0,59%. Das hohe spezifische Gewicht des Harnes bürgte auch ohne Ausführung eines Eintagsversuches für eine vollkommen erhaltene Fähigkeit der Nieren, molekulare Harnkonzentrationen herzustellen, welche von der des Blutes nach oben sehr verschieden sind. Etwa 14 Tage lang blieb der Zustand unverändert. Während der folgenden 3 Wochen nahm die Zahl der Erythrocyten im Harne allmählich ab und verschwand die Albuminurie. Schließlich konnten nur vereinzelte Erythrocyten im Harne nachgewiesen werden.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1929

Authors and Affiliations

  • Baron Alexander v. Korányi
    • 1
  1. 1.III. Medizin. Klink der K. ung. Pázmán PeterUniversität der Wissenschaften in BudapestUngarn

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