Echte Urämie. Die Urämien. Therapie der Hypertonien

  • Baron Alexander v. Korányi

Zusammenfassung

Das Wort „Urämie“bedeutet buchstäblich eigentlich „Harnre tent ion im Blute“. Da aber die Pathogenese der Urämie keineswegs geklärt und sicher nicht einheitlich ist, empfiehlt es sich vorläufig mit Lichtwitz, gemäß dem alten ärztlichen Sprachgebrauch, unter Urämie alle die nervösen Vergiftungssymptome zu verstehen, die im Laufe der Nierenkrankheiten aller Art auftreten. Wäre die Urämie einfach eine Vergiftung durch retinierte harnfähige Substanzen, wären die im normalen Harne enthaltenen Körper in ihrer chemischen Struktur und in ihrer physiologischen Wirksamkeit dieselben, wie die im Blute kreisenden harnfähigen Stoffe, so müßte jeder Anurie ein Krankheitsbild folgen, in dessen Zügen diejenigen des von den Ärzten als Urämie bezeichneten Symptomenkomplexes wiedererkannt werden können. Es konnte keinem unbefangenen Beobachter entgehen, daß die wechselvollen Krankheitsbilder der Urämie, wie sie sich den verschiedenen Formen der diffusen hämatogenen Nierenkrankheiten anschließen, von der monotonen Erscheinungsform und dem monotonen Verlauf von Urämien nach einfacher Anurie grundverschieden sind. Trotzdem war es Ascoli vorbehalten, in seinem bedeutsamen Buche über Urämie 1903 diesen Unterschied mit voller Entschiedenheit auszudrücken und aus demselben die logischen Konsequenzen abzuleiten.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1929

Authors and Affiliations

  • Baron Alexander v. Korányi
    • 1
  1. 1.III. Medizin. Klink der K. ung. Pázmán PeterUniversität der Wissenschaften in BudapestUngarn

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