Die Autonomie des Rechts

  • Rudolf Laun

Zusammenfassung

Als Kant, wie er in der Vorrede zu seinen Prolegomenazueiner jeden künftigen Metaphysik bemerkt, durch Hume in seinem „dogmatischen Schlummer“ unterbrochen wurde, führte er die größte Umwälzung herbei, die das menschliche Denken je im Laufe seiner Geschichte erfahren hat. Diese Umwälzung erstreckt sich auf die formalen Wissenschaften, von den materialen auf die Wirklichkeitsoder Seinswissenschaften, und von den materialen Wertwissenschaften im strengen Sinn, den imperativischen Wissenschaften, auf die Ethik. Dabei treten unter den Wirklichkeitswissenschaften die Naturwissenschaften besonders hervor, Zweige wie die soziologische Rechts- und Staatslehre finden, wenn sie sich heute um ihre eigene Grundlegung bemühen, zu wenig im System Kants. Doch es würde über den Rahmen dieser Arbeit hinausgehen, hier diesen Punkt weiter erörtern zu wollen. Ganz unberührt geblieben von der kopernikanischen Umwälzung des übrigen Denkens ist die imperativische Rechtswissenschaft, wie sich insbesondere aus Kants Metaphysik der Sitten, Erster Teil, Metaphysische Anfangsgründe der Rechtslehre, ergibt.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    I. Buch, 2. Kap., 40ff.Google Scholar
  2. 2.
    Menzel: Kallikles, eine Studie zur Geschichte der Lehre vom Rechte des Stärkeren, 1922, S.51ff.Google Scholar
  3. 3.
    Der Wandel der Ideen Staat und Volk als Äußerung des Weltgewissens. S. 352, 353.Google Scholar
  4. 1.
    Zeitschrift für öffentliches Recht, Band V. S. 5, 6, 1925 und Beiträge zur Geschichte der Staatslehre, 1929, S. 76, 77.Google Scholar
  5. 1.
    S. 354–360 und 384–386.Google Scholar
  6. 1.
    Nelson: System der philosophischen Eechtslehre, 1920, S. 45ff.Google Scholar
  7. 1a.
    Nelson: System der philosophischen Rechtslehre und Politik, 1924, S. 48ff., 216ff. 235, 236, 245 u.a.Google Scholar
  8. 2.
    S. 46 des erst- und S. 48, 50 des zweigenannten Werkes.Google Scholar
  9. 3.
    S. 46, bzw. 48, 50.Google Scholar
  10. 4.
    S. 245 des zweitgenannten Werkes.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1935

Authors and Affiliations

  • Rudolf Laun

There are no affiliations available

Personalised recommendations