Die Untersuchung des Blutes

  • Hermann Lenhartz
  • Erich Meyer

Zusammenfassung

Die wichtigste Frage, die der Arzt an das Blut zu stellen hat, nach der Größe der gesamten Blutmenge des Körpers, läßt sich durch eine einfache und zuverlässige Methode am Krankenbett zur Zeit nicht beantworten; dazu bedarf es vielmehr komplizierter Laboratoriumsverfahren. Die Erfahrung sowohl am Lebenden als auch an der Leiche zeigt, daß, entgegen der früheren Anschauung, die Gesamtblutmenge unter pathologischen Verhältnissen sehr erheblichen Schwankungen unterliegt. Die ältere Angabe, wonach die gesamte Blutmenge eines gesunden Menschen 1/13 des Körpergewichts betragen soll, erscheint heute nicht gesichert. Wahrscheinlich ist sie nicht unwesentlich größer anzunehmen. Die Bestimmung einzelner Blutbestandteile in der Volum- oder Gewichtseinheit, wie sie bisher klinisch allein geübt wird, gibt begreiflicherweise keine Auskunft über die Gesamtblutmenge. Eine Verringerung, beispielsweise des prozentualen Hämoglobingehaltes, sagt nichts über den gesamten Hämoglobinbestand des Körpers aus, da die Gesamtblutmenge durchaus nicht unter allen Bedingungen konstant ist. Für den Praktiker ist es wichtig zu wissen, daß bei der schwersten Form der Anämie, bei der sog.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1934

Authors and Affiliations

  • Hermann Lenhartz
  • Erich Meyer

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