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Tuberculosis cutis miliaris

  • Edmund Lesser

Zusammenfassung

Die als miliare Tuberkulose der Haut bezeichnete Affektion ist selten und stets im Anschluß an weit vorgeschrittene tuberkulöse Erkrankungen innerer Organe beobachtet. Daß hier ein direktes Abhängigkeitsverhältnis der Hauterkrankung von den inneren Affektionen besteht, wahrscheinlich auf einer Autoinokulation der von diesen herrührenden Tuberkelbazillen in die Haut beruhend, beweist in unzweideutiger Weise die Lokalisation der tuberkulösen Hautgeschwüre, die sich fast regelmäßig in der Umgebung der natürlichen Körperöffnungen, des Mundes, des Afters und der Genitalien gefunden haben, vielfach sich anschließend an tuberkulöse Affektionen der betreffenden Schleimhäute. Es treten in diesen Eällen an den oben erwähnten Orten ohne vorhergehende auffällige Infiltration Hautgeschwüre auf, mit seichtem, mit Granulationen bedecktem Grund und unregelmäßigem, durch kleine Ausbuchtungen gezacktem Rand. Wirkliche miliare Tuberkelknötchen kommen nur ganz ausnahmsweise zur Beobachtung. Die Geschwüre vergrößern sich nur langsam und erreichen schon aus dem Grunde keine große Ausdehnung, weil meist bald nach dem erst im letzten Stadium stattfindenden Auftreten der Hauttuberkulose die Kranken ihrem Leiden erliegen.

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1914

Authors and Affiliations

  • Edmund Lesser
    • 1
  1. 1.Universitäts-Klinik und Poliklinik für Haut- und GeschlechtskrankheitenBerlinDeutschland

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