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Zusammenfassung

Als Xanthom (Xanthelasma) wird eine Geschwulst bezeichnet, die entweder in Gestalt flacher oder nur wenig erhabener, an ihrer Oberfläche glatter oder leicht höckeriger Einlagerungen in die Haut von braungelber, schwefeloder strohgelber Farbe (Xanthoma planum) oder kleiner weißlichgelber Knötchen oder Knoten, die nur ganz ausnahmsweise zu größeren Tumoren anwachsen (Xanthoma tuberosum), auftritt. Bei weitem am häufigsten tritt das Xanthom, und zwar die flache Form desselben, an den Augenlidern auf (Xanthoma palpebrarum) und bildet daselbst, meist vom inneren, seltener vom äußeren Augenwinkel ausgehend, linsen- bis fingernagelgroße Herde von der oben beschriebenen Beschaffenheit. Sehr viel seltener finden sich dieselben Veränderungen an den angrenzenden Teilen der Wangen, an der Nase, an den Ohrmuscheln. Das knötchenförmige Xanthom findet sich dagegen auch an anderen Stellen, in manchen, allerdings seltenen Fällen in universeller Verbreitung über den ganzen Körper. In diesen Fällen sind fast stets auch an der gewöhnlichen Prädilektionsstelle, den Augenlidern, Xanthome vorhanden, und an den Flachhänden und der Beugeseite der Finger finden sich streifenförmige, flache Xanthomeruptionen, entsprechend den Hautfurchen. Ein besonders häufiger Sitz der Erkrankung sind die Druckstellen, so die Haut an den Streckseiten der Ellenbogen- und Kniegelenke. — Auch auf Schleimhäuten (Mundhöhle, Larynx, Trachea, Ösophagus) und serösen Häuten (Intima der Gefäße, Endo- und Perikardium, Sehnenscheiden) sind Xanthome in seltenen Fällen beobachtet worden.

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1914

Authors and Affiliations

  • Edmund Lesser
    • 1
  1. 1.Universitäts-Klinik und Poliklinik für Haut- und GeschlechtskrankheitenBerlinDeutschland

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