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Zusammenfassung

Die Angiome sind entweder angeboren oder entwickeln sich erst während des späteren Lebens. Der Form nach lassen sich einmal mehr diffuse Verdickungen der ergriffenen Partien, andere Male wirkliche zirkumskripte Geschwulstbildungen unterscheiden. Diese Bildungen beschränken sich aber keineswegs auf die Haut, sondern schreiten in das Unterhautbindegewebe vor und können durch ihr weiteres Wachstum auch zur Atrophie der tieferen Teile, der Muskeln, selbst der Knochen führen. Anatomisch bestehen auch die Angiome im wesentlichen aus erweiterten und neugebildeten Gefäßen, die allerdings zu großen, durch bindegewebige Septa getrennten und durch vielfache Anastomosen miteinander kommunizierenden Hohlräumen, ganz nach Art der kavernösen Gewebe auswachsen können. Durch Druck lassen sie sich oft wie ein Schwamm ihres Inhaltes entledigen, um sich gleich nach dem Nachlaß desselben wieder zu füllen; öfters zeigen sie Pulsation.

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1914

Authors and Affiliations

  • Edmund Lesser
    • 1
  1. 1.Universitäts-Klinik und Poliklinik für Haut- und GeschlechtskrankheitenBerlinDeutschland

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