Die Quellen des ehelichen Glücks

  • L. Loewenfeld
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Zusammenfassung

Die Frage, welches Lebensalter sich als das für die Eheschließung günstigste erweist, muß für beide Geschlechter gesondert besprochen werden, da die geistige und körperliche Entwicklung bei beiden Geschlechtern nicht ganz parallel verläuft und auch die Aufgaben, welche dieselben in der Ehe zu erfüllen haben, zum Teil voneinander abweichen. Wir wollen uns zunächst mit dem männlichen Geschlechte beschäftigen.

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Literatur

  1. 1).
    S. Ripping l. c.Google Scholar
  2. 1).
    „Krankheiten und Ehe“, herausgegeben von H. Senator und S. Kaminer, München 1904. 2. Aufl. 1916.Google Scholar
  3. 1).
    Zu einer ähnlichen Auffassung gelangte Havelock Ellis. Er bemerkt: „Es ist wahr, daß die Schönheit, wie einige angenommen haben, nicht eine bloße Frage der Laune ist. Sie beruht zum Teil auf einer objektiven Grundlage ästhetischer Beschaffenheit, die alle ihre Abarten umfaßt und zu einer bemerkenswerten Ähnlichkeit zwischen den Idealen weiblicher Schönheit in den Augen der urteilsfähigsten Männer aller Rassen führt. Aber über diese objektive Grundlage hinaus finden wir, daß der spezielle Charakter der Rasse oder Nation Abweichungen vom Schönheitsideal zu schaffen trachtet, da die Schönheit oft in der höchsten Entwicklung dieser Rassenoder Nationalzüge, anthropologisch betrachtet, besteht, und es sieht in der Tat aus, als ob die volle Entwicklung dieser Rassenmerkmale gleichzeitig die volle Entwicklung von Gesundheit und Kraft bedeute.“ Gattenwahl beim Menschen. Autorisierte deutsche Ausgabe 1906, S. 257.Google Scholar
  4. 1).
    Hier sei nur darauf hingewiesen, daß die „sexuelle Pädagogik“ diese Angelegenheit in einer Weise zu behandeln lehrt, die auch die Bedenken sehr prüder Eltern zu überwinden geeignet ist. Für Erwachsene findet sich das Nötige in meinem Schriftchen, „die Hauptpunkte der sexuellen Aufklärung nach dem gegenwärtigen Stande ärztlicher Erfahrung“. J. F. Bergmann, Wiesbaden.Google Scholar
  5. 1).
    Loewenfeld: Über die sexuelle Konstitution und andere Sexualprobleme. Wiesbaden. J. F. Bergmann. 1911.Google Scholar
  6. 1).
    Wir möchten hier nur Folgendes erwähnen. Bismarck äußerte sich dahin, daß er das, was er geworden sei, seiner Frau zu verdanken habe, und Goethe verschmähte es nicht bei seiner so wenig gebildeten Christiane sich Rat zu erholen, wenn er, mit einer Sache beschäftigt, sich bei seinem Ideenreichtum nicht mehr zurechtfinden konnte. Der große Dichter mußte, wie Frau v. Knebel berichtet, oft erstaunen, wie sie mit ihrem einfachen, natürlichen Scharfblick immer gleich das Richtige herauszufinden wußte. (S. Bode, Goethes Lebenskunst S. 165).Google Scholar
  7. 1).
    Goethe, mit dem Angelika Kaufmann in Rom viel verkehrte, bemerkte über die Künstlerin: „Sie ist nicht glücklich, wie sie es zu sein verdiente, bei dem wirklich großen Talente und bei dem Vermögen, das sich täglich mehrt.“Google Scholar
  8. 1).
    Wir können hier nicht unerwähnt lassen, daß wie über die Bedeutung der Liebe für die Ehe, so auch über die der Ehe für die Liebe immer wieder gegensätzliche Ansichten sich kundgeben. Den Einen (so z. B. Lipa Bey) ist „die Ehe der Liebe Grab“, den anderen (so Hahn) „der Liebe feste Wohnung“. Die Summe meiner Beobachtungen läß jedoch keinen Zweifel darüber, daß beide Auffassungen auf einer gleich unberechtigten Verallgemeinerung von Einzelerfahrungen beruhen.Google Scholar
  9. 1).
    Schopenhauer: Metaphysik der Geschlechtsliebe, Sämtliche Werke. 6. Bd. S. 97. „Zuvörderst gehört hierher, daß der Mann von Natur zur Unbeständigkeit in der Liebe, das Weib zur Beständigkeit geneigt ist. Die Liebe des Mannes sinkt merklich von dem Augenblicke an, wo sie Befriedigung erhalten hat; fast jedes andere Weib reizt ihn mehr als das, welches er schon besitzt, er sehnt sich nach Abwechslung. Die Liebe des Weibes hingegen steigt von eben jenem Augen-blicke an. Dies ist eine Folge des Zweckes der Natur, welche auf Erhaltung und daher auf möglichst starke Vermehrung der Gattung gerichtet ist.“Google Scholar
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    Vergl. z. B. Bode, Weib und Sittlichkeit in Goethe’s Leben, Berlin 1916. Der Autor gibt in dem Abschnitte „das Zeitalter“ eine sehr interessante Schilderung der ehelichen Verhältnisse in allen Bevölkerungsschichten Deutschlands.Google Scholar

Copyright information

© J. F. Bergmann 1919

Authors and Affiliations

  • L. Loewenfeld
    • 1
  1. 1.MünchenDeutschland

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