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Zusammenfassung

Die Teilnehmer an Grönland-Expeditionen berichten übereinstimmend von der ungewöhnlichen Reinheit und Durchsichtigkeit der Luft in arktischen Gegenden. Gelegentlich der Grönland-Expedition von Watkins im Jahre 1930 wurden Cu-Wolken jenseits eines 400 km entfernt liegenden Vorgebirges gesichtet (Lamb [1]). Die größte, bisher auf dem Kontinent beobachtete Sichtweite scheint die Entfernung: 4000 m über Köln—Montblanc (Luftlinie 533 km) zu sein (Berg [4]). In Gipfelhöhe des Berliner Wetterflugzeug-Aufstieges wurden gelegentlich die Beskiden und Karpathen gesichtet. Da in den genannten Fällen die geodätischen Sichtgrenzen sich zu 500 bzw. 400 km berechnen, muß eine außergewöhnliche Krümmung der Lichtstrahlen vorgelegen haben. Diese Annahme ist schon deshalb am Platze, weil die unteren getrübten Luftschichten für die Fortpflanzung der Lichtstrahlen nicht in Frage kommen können. Setzt man in der Formel für die Sichtweite des schwarzen Zieles — vgl. Gleichung (5) — den mittleren Zerstreuungs-koeffizienten a 0 gleich dem günstigsten Wert, nämlich gleich dem RayLeighschen Zerstreuungskoeffizienten a R = 0,0154 km-1 und ε gleich 2%. so berechnet sich die bestmögliche Sichtweite am Erdboden zu 254 km, in 3000 m Höhe zu 363 km und in 5000 m Höhe zu rund 500 km. Um also die erstaunliche Fernsicht Köln—Montblanc bzw.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1941

Authors and Affiliations

  • Friedrich Löhle

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