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Zusammenfassung

Mit der Aussage: „Die Sicht ist gut“ vermag selbst der Laie einen verständlichen Sinn zu verbinden. Dazu braucht „Sicht“ nur gleich „Gesicht der Landschaft“ gesetzt zu werden. Das Gelände bietet sich dem freien Blick entweder gut konturiert, d. h. mit allen Einzelheiten, oder nur in groben Umrissen, d. h. schlecht konturiert, dar. Dementsprechend wird auch die Sicht entweder als gut oder schlecht bezeichnet. Bei der Wortbildung: Sichtweite ist gleichzeitig noch einer anderen Bedeutung des Begriffes: Sicht Rechnung getragen. „Sicht“ hängt auch mit „sichten“, gleich „ordnen“ zusammen. Bei der Bestimmung der Sichtweite werden die Gegenstände des Geländes nach ihrer Sichtbarkeit, d. h. nach der Deutlichkeit ihrer Umrisse, geordnet. Die verschiedene Sichtbarkeit eines Gegenstandes wird zahlenmäßig mit Hilfe der sog. „Sichtgrade“ erfaßt. Der Schätzung der Sichtweite geht daher stets die Feststellung des jeweiligen Sichtgrades eines Zieles voraus.

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1941

Authors and Affiliations

  • Friedrich Löhle

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