Bestimmte Geldsumme

  • Felix Meyer

Zusammenfassung

In Anbetracht des von der deutschen Wechselordnung an zweiter, dem Code de Commerce an dritter Stelle erwähnten wesentlichen Bestandteiles der Wechselurkunde, nämlich einer bestimmten Geldsumme, gibt die englische Gesellschaft keine Norm. Es erübrigt sich dies auch, da sich jenes Erfordernis aus der Funktion des Wechsels heraus von selbst versteht, wenngleich über den Begriff der Bestimmtheit manche Kontroversen bestehen, z. B. wegen des Wertwechsels und des Zinsversprechens. Daß Italien (Art. 333) und nach ihm Rumänien (Art. 358) sowie Peru Art. 514 Wechsel auf Waren, Italien nur auf zum Verzehren dienende Ackerbauerzeugnisse (ordine in derrate), Peru auf Früchte (orden para la entreca de frutos) kennt, ist eine aus dem Gesetze beider Sizilien vom 26. März 1819 stammende, den Landesverhältnissen angepaßte, exzeptionelle Einrichtung ohne Belang für das Weltwechselrecht. Erheblicher dagegen wirken die Abweichungen der Vorschriften über die Bezeichnung der Geldsumme im Wechsel. Bald soll sie in Buchstaben und Zahlen, bald in den einen oder den anderen ausgedrückt sein, bald soll bei Nichtübereinstimmung der mehrfach angegebenen Summen die geringere, bald die in Lettern verzeichnete maßgebend sein; bald wird schließlich der Summe ein besonderer Platz im Wechsel angewiesen, bald fehlt eine solche Bechränkung.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1906

Authors and Affiliations

  • Felix Meyer
    • 1
  1. 1.KammergerichtsratBerlinDeutschland

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