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Geschichte der Einheitsbestrebungen

  • Felix Meyer

Zusammenfassung

Die Bestrebungen nach Vereinheitlichung des Wechselrechts begannen bald, wenn auch zunächst nur schüchtern, bestrebungen. hervorzutreten, nachdem dasselbe sich in eine Fülle von Partikulargesetzen zersplittert hatte. Denn Jahrhunderte hindurch galt das aus den italienischen Handelsgebräuchen hervorgegangene Wechselrecht als „usus universalis“. Erst als durch die Ausbildung des Indossaments der Wechsel über die Kreise der Bankiers hinaus und außerhalb der Messen und Märkte heimisch wurde, bemächtigte sich seiner die Landesgesetzgebung in vielgestaltiger Regelung. Je mehr aber der Wechsel infolge seiner in sich gesteigerten Umlaufsfähigkeit den Charakter eines bloßen Ersatzes des Geldversandes abstreifte, sich zum Kreditpapier entwickelte, Handelsgegenstand wurde und in seine internationale Aufgabe eines Ausgleichmittels der Zahlungsbilanzen der verschiedenen Staaten hineinwuchs, umso fühlbarer machten sich die seiner Zirkulation von außen entgegentretenden Hemmnisse der abweichenden Gesetzgebungen. Aus dem Wesen des Wechsels ergibt sich sein Streben nach Einfachheit und Einheit der gesetzlichen Normen. Von ihm gilt in erhöhtem Maße, was über den Handel im allgemeinen gesagt ist, nämlich, daß seine Operationen wesentlich international seien, und der Konflikt der Gesetze ihm nur wenig feindlicher entgegenstehe als ein Konflikt der Staaten selbst.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1906

Authors and Affiliations

  • Felix Meyer
    • 1
  1. 1.KammergerichtsratBerlinDeutschland

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