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Belgien und Holland

  • Wilhelm Müller

Zusammenfassung

In Belgien, wo die Idee der „freien Kirche im freien Staat“ so ziemlich verwrirklicht ist, erlaubte sich die klerikale Presse bei Besprechung der kirchlichen Angelegenheiten Deutschlands die hestigsten Schmähungen gegen den deutschen Kaiser und das Deutsche Reich. Dies konnte nicht Wunder nehmen, da der belgische Episcopat die Auflehnung der deutschen Bischöfe gegen die Landesgeseße in einer Adresse billigte und ermunterte. Der deutsche Gesandte Balan scheint in einem Gespräch mit dem Minister des Auswärtigen, Graf d’Aspremont-Lynden, dessen Aufmerksamkeit auf diese Ausschreitungen der Presse gelenkt zu haben. Daraus machte das Gerücht eine Bismarck’sche Drohnote, und in der Sißung der Abgeordnetenkammer vom 27. Januar interpellirte der liberale Abgeordnere Bergé den Minister, tadelte zwar die Haltung der Bischöfe und ihrer Organe, erklärte aber, daß der Eingriff einer fremden Macht in die belgische Preßsreiheit die Interessen sämtlicher Staatsbürger, nicht bloß einer einzigen Partei, berühre.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1875

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Müller
    • 1
  1. 1.TübingenDeutschland

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