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Kapitulation von Paris und Präliminarien von Versailles

  • Wilhelm Müller

Zusammenfassung

Der energische Hinweis darauf, daßige Lage von Paris und von ganz Frankreich dem Minister Favre nicht die Aussührung eines Londoner Rührungsstückes, sondern die allerdringendste Pflicht auferlege, wie beim Anfang, so auch beim Schluß dis Pariser Dramas mitzuwirken, war nicht dhne Grfolg. Der verunglückte Massenausfall vom 19. Januar, der Aufstand der Sozialdemokraten am 22. und die Grw#x00E4;gung, daß der Prodiant hächstens noch aus 8 bis 14 Lage ausreiche, thaten vollends das Uebrige, um die Gntscheidung herbeizuführen. Am 23. Januar entschloß fich Fich Favre, nicht nach London, sondern nach Bersailles zu gehen, um mit dem Grafen Vismarck über die Rapitulation von Paris und über einen Waffenstillstand für Frankreich zu unterhandeln. Es war ein harter Schritt füfavre, da gerade erim September des vorigen jahtes, theils in seinen Girculardepeschen, theils in seiner Unterredung mit dem Grafen Vismarck zu Ferrières, sich so entschieden gegen jede Demüthigung Frankreichs ausgesprochen hatte. Daß er, wenn er immer noch jede Gebietsabtretung derwerse, keinen Waffenstillstand erhalte, wußte er wohl. Aber die ber-hältnisse standen, wie Graf Bismarck richtig voraussah, eben damals so, daý endlich auch die provisorische Regierung, wenigstens die Mehrheit derselben, zur Ginsicht kam. Wenn auch ein harter, so war es doch ein verdienstvoller Schritt, den Favre am 23.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1872

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Müller
    • 1
  1. 1.TübingenDeutschland

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