Zusammenfassung

In den Vereinigten Staaten herrschte, noch vom vorigen Jahre her, zwischen dem Präsidenten Hayes und dem Kongreß ein Zwiespalt hinsichtlich des Bland’schen Antrags, welcher die Ausprägung von Silberdollars als gesetzlichem Zahlungsmittel bezweckte. Schon in seiner Botschaft vom 3. December 1877 hatte der Präsident auf die Nachtheile dieser Maßregel aufmerksam gemacht. Trotzdem wurde die Bill in beiden Häusern angenommen. Der Präsident unterzeichnete sie nicht, legte sein Veto dagegen ein und motivirte dasselbe in seiner Botschaft vom 28. Februar. Darin sagte er „er könne nicht eine Bill unterzeichnen, durch welche, nach seiner Ansicht, heilige Verpflichtungen verletzt würden. Solle das Land von der Silberwährung Nutzen haben, so könne dies nur durch die Prägung vollwerthiger Silberdollare geschehen. Eine Münze dagegen, welche weniger Werth habe, als auf sie geprägt sei, werde schließlich nicht nur zum Betrüger der Gläubiger, sondern aller ahrlichen Geschäftsleute und am moisten derjenigen, deren tägliches Brot vom Tagelohn abhänge.“ Beide Häuser stimmten sofort über die Bill ab.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1879

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Müller
    • 1
  1. 1.TübingenDeutschland

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