Zusammenfassung

Bei ausgedehnteren Verletzungen und Zerstörungen, sowie bei Erkrankungen mit Gewebsdefekten, handelt es sich oft darum, Ersatz zu schaffen, da der Körper ihn nicht selbst aufbringen kann. Einfach lägen die Verhältnisse, wenn man totes Gewebe oder solches uns zur Verfügung stehender Tiere verwenden könnte. Die Erfahrung hat aber gezeigt, daß nur die
Abb. 246

Epidermis-Autotransplantation nach Thiersch. (Freie Transplantation.) Epidermislappen aus dem 1. Oberschenkel wird auf einen Hautdefekt der Brust überpflanzt.

Autotransplantation eine gewisse Gewähr für Einheilung gibt, wobei der Spender dasselbe Individuum wie der Empfänger ist (Abb. 246). Unter Homo-(Hetero)-Transplantation versteht man die Überpflanzung von Geweben eines Individuums auf ein anderes derselben Spezies (Abb. 247, 248), bei der Alloplastik (Abb. 249) wird fremdes, totes Material verwendet. Während nun das körpereigene Gewebe meist anwächst, dient anderes Material dem Körper als Baustoff, oder kann während seiner beschränkten Lebensfähigkeit dem Träger über eine für ihn kritische Zeit der ungenügenden Funktion zurückgebliebener geschädigter Gewebe, die sich aber wieder erholen, hinweghelfen (Überpflanzung von Drüsen mit innerer Sekretion: Epithelkörperchen, Schilddrüse).

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Copyright information

© F. C. W. Vogel, Leipzig 1930

Authors and Affiliations

  • Th. Naegeli-Bonn

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