Der Umschwung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts

  • Arthur Nussbaum
Part of the Beiträge zur Kenntnis des Rechtslebens book series (BKR, volume 1)

Zusammenfassung

Tatsächlich hatte bereits zu der Zeit, als das AHGB. in Kraft trat, die große Umbildung des deutschen Wirtschaftslebens begonnen, die auch das Schicksal des Kommissionshandels wesentlich beeinflussen sollte. Seit den fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts erwuchs, angeregt durch die Ausbreitung des Eisenbahnbaues, durch die Erfindung des Telegraphen und die sonstigen Fortschritte der Technik die moderne industriell-kapitalistische, auf internationalem Warenaustausch beruhende Entwicklung Deutschlands. In der Rechtsprechung heben sich die Folgen erst seit den sechziger Jahren deutlicher ab. Vor allem machen sich jetzt die Kommissionen in zins- oder dividendentragenden Wertpapieren mehr bemerkbar. In Seufferts Archiv sind die ersten Entscheidungen dieser Art die des Ober-Appellationsgerichts Dresden vom 26. März 1863, Band 17, S. 427 und des preußischen Geheimen Obertribunals vom 11. Mai 1865 Bd. 20, S. 93.3) Sie rühren schon an Hauptstreitherde des Effektenkommissionsrechts, nämlich an die Zwangsregulierung4) und an den Selbsteintritt. In der Folgezeit nehmen dann die auf den Effektenkommissionshandel bezüglichen Entscheidungen bis in die neueste Zeit rasch und ständig zu. Die Börsenzeitkommissionen in Waren treten auffallenderweise schon etwas früher, nämlich seit den fünfziger Jahren in den Entscheidungssammlungen häufig auf1), um bis zum Erlaß des Börsengesetzes von 1896 die Gerichte stark zu beschäftigen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1917

Authors and Affiliations

  • Arthur Nussbaum
    • 1
  1. 1.Universität BerlinGermany

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