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Ernährungsstudien beim Neugeborenen

  • B. Schick

Zusammenfassung

In einer vorangegangenen Arbeit habe ich mich mit der Frage beschäftigt, ob die physiologische Gewichtsabnahme des Neugeborenen eine unterdrückbare Erscheinung ist und was deren Ursache sei. Ich kam zu dem Schlusse, daß sie die Folge der ungenügenden Flüssigkeitsbzw. Nahrungszufuhr ist, da sie sich durch entsprechend erhöhte Nahrungszufuhr vermeiden läßt. Dabei konnte festgestellt werden, daß die Darmfunktionen beim Neugeborenen, soweit Frauenmilch in Betracht kommt, entsprechend entwickelt sind. Als Hauptursache der geringen Nahrungsaufnahme des Neugeborenen in den ersten Tagen, kommt die ungenügende Brustsekretion, die sich aber durch Ersatz der Muttermilch durch Frauenmilch späterer Wochenbetttage leicht beheben läßt, dann aber vor allem die Unbeholfenheit des Neugeborenen beim Saugen an der Brust in Betracht. Auch der Säugling muß das Saugen erst erlernen. Meine Auffassung geht dahin, daß der Neugeborene, bis zum Moment der Geburt gewöhnt, seine sämtlichen Bedürfnisse auf dem Wege der Nabelgefäße zu erledigen, in den ersten 24 bis 48 Stunden seines Lebens sozusagen noch immer erwartet, daß die Nahrung beim Nabel hineinrinnt, ein Schlaraffendasein, dessen Ende dem Neugeborenen erst allmählich zum Bewußtsein kommt.

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© Julius Springer 1919

Authors and Affiliations

  • B. Schick

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