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Grundlagen der Kohlensäuredüngung

  • Erich Reinau

Zusammenfassung

Man düngt Pflanzen, um mehr und bessere Ware zu erzielen. Bei den bisher bekannten Düngemitteln bringt man Mist, Stickstoff-, Kalisalze, phosphorhaltige Stoffe u. a. in die Erde, wo sie sich allmählich in der Bodenfeuchtigkeit auflösen und zu den Pflanzenwurzeln gelangen. Diese nehmen also nicht, wie Mensch oder Tier dies durch Mund-, Magen-und Darmkanal tun, feste Stoffe in sich auf, sondern nur Lösungen. Die Blätter könnten dies, wie mancherlei Versuche bestätigen, auch tun, aber aus naheliegenden Gründen besorgen die Wurzeln dies Geschäft. Die Blätter können ihrerseits im Luft-Lichtraume dessen Eigenschaften und Gegebenheiten durch bestimmte Vorrichtungen zum ganzen Vorgang der Nährstoffaufnähme geschickt ausnützen; so wird z. B. das Wasser der Nährlösungen, die durch die Wurzeln aufgenommen werden, zu den Blättern befördert, und dort kann es in die nur selten wasserdampf-gesättigte Luft verdunsten. Dann bleiben die salzartigen Bodenstoffe zum Wachstum verfügbar in der Pflanze zurück. Das viele Wasser, welches die Pflanzen im Laufe ihres Wachstums durch sich hindurch-pumpen müssen — etwa 3–400 mal soviel, wie sie in trockenem Zustande wiegen —, hat durchaus nicht nur den Zweck, Nährsalze heranzuschaffen. Es schützt sie u. a. auch noch gegen Überhitzung.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1927

Authors and Affiliations

  • Erich Reinau

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