Das Nervensystem des Menschen

  • Ernst Scharrer
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 31)

Zusammenfassung

Unsere vergleichenden Betrachtungen haben uns gelehrt, im Gehirn der Säugetiere zu unterscheiden zwischen dem Althirn. d. h. dem Hirnstamm, und dem Neuhirn, d. h. der erst den Säugern und dem Menschen zukommenden Großhirnrinde (einschließlich der Klpinhirnhemisphären). Auch haben wir gehört, daß in der aufsteigenden Säugerreihe von den ursprünglichen Tierformen, wie den Beuteltieren, den Insektenfressern und den Nagern bis zu den höheren, den Raubtieren, Affen usw., diese Großhirnrinde, die wir auch als Neocortex (Neurinde) bezeichnen, an Ausdehnung gewinnt. Sie nimmt so zu, daß sie nicht nur eine beträchtliche Dicke aufweist und damit eine große Anzahl von Nervenzellen enthält, sondern sie legt sich auch in Falten und Windungen und gelangt dabei an manchen Stellen auch in tiefere Partien des Gehirns. Wie bei einem geschrumpften Apfel die Haut zu groß ist und sich deshalb allenthalben faltet, so ist auch die Großhirnrinde des Menschen und der meisten Säugetiere verhältnismäßig zu groß, lInd es kommt das uns geläufige Bild der windungs- und furchenreichen Gehirnoberfläche zustande (Abb. 13). Den größeren Teil des Schädelinnenraumes nimmt beim Menschen das Großhirn ein (Abb. 14), und nur bei der Betrachtung von der Seite sehen wir auch etwas vom Kleinhirn und vom verlängerten Mark.

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© Julius Springer in Berlin 1936

Authors and Affiliations

  • Ernst Scharrer
    • 1
  1. 1.Neurologisches InstitutUniversität Frankfurt a. M.Deutschland

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