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Das Nervensystem der Tiere

  • Ernst Scharrer
Chapter
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Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 31)

Zusammenfassung

Die einfachsten Nervensysteme finden wir bei den sog. Hohltieren (Coelenteraten), die in großer Artenzahl die Meere bevölkern, im Süßwasser aber nur durch einige unscheinbare Arten vertreten sind (Süßwasserpolypen). Hier ist noch kein Gehirn entwickelt wie bei den höheren Tieren, sondern die Nervenzellen bilden mit ihren Ausläufern ein den Organismus durchsetzendes Netzwerk. Dieses reicht für die Aufnahme der für das Tier wichtigen Reize (Licht, Berührung) und die Auslösung zweckentsprechender Reaktionen (Ergreifen der Beute u. dgl.) völlig aus. Schon bei den nächsthöheren Tierformen, nämlich den Würmern, wird dieses Netz an manchen Stellen verdichtet. Es kommt zu Ansammlungen von Nervenzellen, die wir Ganglien nennen. Damit bilden sich zum erstenmal Zentren der Nerventätigkeit, in denen die von verschiedenen Sinnesorganen zufließenden Erregungen verarbeitet und in Befehle an die peripheren Organe der Bewegung, der Verteidigung usw. umgesetzt werden. So arbeiten auch die letzteren zweckentsprechend zusammen und vermögen den Gesamtorganismus etwa aus einem Gefahrenbereich zu führen oder ihn in die Nähe der Nahrung zu bringen.

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Notes

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1936

Authors and Affiliations

  • Ernst Scharrer
    • 1
  1. 1.Neurologisches InstitutUniversität Frankfurt a. M.Deutschland

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