Wirkungen des fliessenden Wassers. (Binnenseeen, Moore, Sümpfe inbegriffen.)

  • F. M. Stapff

Zusammenfassung

Die dynamisch-geologischen Wirkungen des fliessenden Wassers bilden den Ausgangspunkt für viele Aufgaben der Wasserbaukunst, und es ist schwer zu sagen, welche von beiden Wissenschaften hier die mehrgebende, welche die mehrempfangende ist. Der Wasserbaumeister betreibt oft Experimentalgeologie, selbst synthetische Geologie, in grösserem Maassstab und mit vollkommneren Mitteln als es je der Geolog vermöchte; aber ohne auf seine geologische Thätigkeit viel Gewicht zu legen, und meist ohne dass die geologische Wissenschaft aus seinen Erfahrungen ausgiebigen Nutzen zöge. Wenn aber einerseits dem Geologen die natürlichen Bedingungen und Ursachen, welche den Ingenieur zu gewissen Maassregeln zwingen, geläufiger sein mögen als diesem, so dass er dem Ingenieur das Resultat seiner Eingriffe in die natürlichen Yerhältnisse oft vorhersagen kann, so beherrscht dagegen der Ingenieur die quantitative Untersuchung der Kräftewirkungen vollkommener als der Geolog, welchem es sehr nützlich wäre, sich die mathematische Methode des ersteren anzueignen, um so mehr, als sich dieselbe schliesslich nur durch ihr praktisches Ziel von der des theoretischen Geophysikers unterscheidet.

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© Springer-Verlag GmbH Berlin Heidelberg 1893

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  • F. M. Stapff

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