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Die frei lebende Einzelzelle

  • O. Steche
Chapter
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Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 10)

Zusammenfassung

Wir gehen an einem schönen Sonntag ins Freie an einen Teich und nehmen uns etwas von dem Schlamm an seinem Rande mit. Dann lesen wir noch etwas trockenes Schilf vom Ufer auf und holen uns ein Büschel Gras von der Wiese oder etwas trockenes Laub vom Waldrande. Das tun wir zu Haus in eine flache Glasschale und gießen Wasser darauf, bis es etwas 5 cm hoch bedeckt ist und lassen es stehen, wo Wärme und Licht hinzukommen können. Nach 8 Tagen etwa nehmen wir etwas von dem Wasser und den Pflanzenresten heraus und bringen es unter das Mikroskop, das Vergrößerungswerkzeug des Naturforschers. Wer diesen einfachen Versuch zum ersten Male macht, wird erstaunt sein, welche Fülle verschiedener Lebensformen ihm dabei entgegentreten. Das schießt und wirbelt und kriecht durcheinander in dem Tröpfchen Wasser, geht friedlich und gleichgültig aneinander vorbei, streitet sich um die besten Bissen, bekämpft sich und frißt sich gegenseitig auf, eine ganze kleine Welt. Alle ihre Bewohner sind winzig klein, so klein, daß wir die größten von ihnen mit bloßem Auge eben als winzige weißliche Pünktchen erkennen können. Unter dem Mikroskop erscheinen sie uns sehr mannigfaltig an Form und Gehabe, aber eines haben sie alle gemeinsam: ihr ganzer Körper besteht nur aus einer Zelle, einem einzigen solchen Baustein, wie sie unseren Leib zusammensetzen. Wir sind im Reich der Einzelligen, der Protisten oder Urlebewesen, wie man sie genannt hat, weil sie die einfachsten und deshalb wohl ursprünglichsten Lebensformen sind, die wir kennen. Was zeigt uns nun solch einfachstes Gebilde vom Leben und seinen Leistungen?

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Notes

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1929

Authors and Affiliations

  • O. Steche
    • 1
  1. 1.LeipzigDeutschland

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