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Über den Zusammenhang zwischen übertragbarer Kraft, Schlupf und Riemengeschwindigkeit

  • Wilhelm Stiel

Zusammenfassung

Aus der geschichtlichen Übersicht in Abschnitt II geht hervor, daß die tatsächliche Ursache der zwischen Riemen und Scheibe wirksamen Kraft heute noch keine allen Einwänden entrückte Aufklärung gefunden hat. Fest steht, daß die einfache Eytelweinsche Reibungsformel mit konstantem µ die Verhältnisse nicht trifft. Nach den Vakuumversuchen von S kutsch muß auch die Mitwirkung des äußeren Luftdruckes, an sich schon recht unwahrscheinlich, als abgetan gelten. Für die Hypothese der Reibungselektrizität fehlt der überzeugende physikalische Beweis. Bleibt endlich noch die von Friederich aufgestellte Hypothese, derzufolge die beim Riementrieb auftretende Kraft einer Kombination von trockener Reibung und Flüssigkeitsreibung zuzuschreiben wäre. Aber auch gegen diese Anschauung, die vieles für sich hat, lassen sich manche Gesichtspunkte geltend machen, welche sich nicht leicht restlos widerlegen lassen. Ich neige der Ansicht zu, daß die Frage nach der Ursache der zwischen Treibriemen und Scheibe wirkenden Kraft identisch ist mit dem allgemeinen Reibungsproblem; daß also hier nur ein Spezialfall vorliegt, der seine Lösung von selbst in demselben Augenblicke findet, in dem es gelingt, den physikalischen Mechanismus aufzudecken, welcher der Reibung zwischen materiellen Körpern überhaupt zugrunde liegt.

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© Julius Springer in Berlin 1918

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Stiel

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