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Die bisherige Anwendung der Staffeltarife in Deutschland und die damit gemachten Erfahrungen

  • Franz Ulrich

Zusammenfassung

In Deutschland finden wir schon ziemlich früh bei einzelnen Bahnen Staffeltarife in Anwendung, so Anfang der fünfziger Jahre bei der Niederschlesisch-Märkischen Bahn und bei der Aachen-Düsseldorf-Ruhrorter Bahn. Auch wurden bei vielen Bahnen ermässigte Frachtsätze nur unter der Bedingung gewährt, dass das Gut über die ganze Länge der Bahn befördert wurde, während für kürzere Strecken höhere Frachten galten*). Indess eine weitere Ausdehnung erlangten die Staffeltarife damals nicht. Auch die auf Staffeltarife hinweisende Bestimmung in Artikel 45, No. 2 der Reichsverfassung, dass das Reich dahin wirken solle, dass bei grösseren Entfernungen für den Transport von Kohlen, Kokes, Holz, Erzen, Steinen, Salz, Roheisen, Düngungsmitteln und ähnlichen Gegenständen ein dem Bedürfniss der Landwirthschaft und Industrie entsprechender ermässigter Tarif und zwar thunlichst der Einpfennig-Tarif eingeführt werde, hat nur den Erfolg gehabt, dass bei den preussischen Staatsbahnen und im Anschluss an sie bei den meisten übrigen deutschen Bahnen für Spezialtarif III ein einstufiger Staffeltarif eingeführt wurde, indem der Streckensatz für die ersten 100 km auf 2,6 Pf., darüber auf 2,2 Pf. festgesetzt ist.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1894

Authors and Affiliations

  • Franz Ulrich

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