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Aufnahme des Wettbewerbs gegen die Wasserstrassen Seitens der Eisenbahnen

  • Franz Ulrich

Zusammenfassung

Wenn in der im vorigen Abschnitt empfohlenen Weise eine annähernd gleichmässige Behandlung der Staatseisenbahnen und der Staatswasserstrassen Platz gegriffen hat, so werden die ersteren auch daran denken können, mit einiger Aussicht auf Erfolg ihrerseits den Wettbewerb gegen die Wasserwege aufzunehmen. Bisher haben sie dies kaum versucht, sich vielmehr im Allgemeinen ganz passiv verhalten und ruhig zugesehen, wie ihnen die Binnenschiffahrt den Verkehr wegnahm. Und dieser Zustand ist bereits derart zur Regel geworden, dass die Interessenten der Binnenschiffahrt es als ihr wohlerworbenes Recht ansehen, die Eisenbahnfrachten fortwährend und immer mehr zu unterbieten und den Eisenbahnen ein Stück Verkehr nach dein anderen wegzunehmen, dass sie aber sofort ein Zetergeschrei erheben, wenn die Eisenbahnen nur Miene machen, sich dagegen zu vertheidigen, oder wenn durch Maassnahmen der Eisenbahntarifpolitik, welche aus ganz anderen Gründen als des Wettbewerbs gegen die Wasserstrassen getroffen sind, diesen ein gewisser Wettbewerb entsteht. Es ist schon oben erwähnt, dass der Kampf gegen die Getreide- und Mehlstaffeltarife zum grossen Theil von den Interessenten der Binnenschiffahrt und des Getreidehandels der an den grossen Strömen gelegenen Flusshäfen organisirt worden ist, während dieselben gleichzeitig über dieselben Flusshäfen ungeheure Mengen auuländischen Getreides einführten, gegen welche die wenigen hundert Wagenladungen ostdeutschen Getreides, welche mittelst der Staffeltarife nach dem Westen und Süden gelangten, ganz verschwinden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1894

Authors and Affiliations

  • Franz Ulrich

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