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Die Entwicklung eines supra- und internationalen Rechtsrahmens für das Internet

  • Flemming Moos

Zusammenfassung

Die in der Bezeichnung „Internet“ zum Ausdruck kommende Internationalität deutet die technische Besonderheit des Mediums an: Nationen und Nationalität stellen keine wesensimmanente Kategorie des Internet dar. Das Internet ist ein Kommunikationsforum, das weder in seiner Gesamtheit noch in Teilen an einem bestimmten geographischen Punkt verortet werden kann1. Es wird durch eine Vielzahl von weltweit verstreuten Servern getragen2, so daß es aus technischer Sicht ein grenzenloses, globales Kommunikationsmedium darstellt. Dasselbe gilt für die mittels Internet erfolgenden Kommunikationsvorgänge. Eine von Hamburg nach München übermittelte E-Mail kann auf „direktem“ Wege, also ausschließlich mittels einer in Deutschland befindlichen Kommunikationsleitung transportiert worden sein; es ist aber ebenso möglich, daß eben diese Nachricht über die USA oder Taiwan seinen Zielort erreicht hat, ohne daß Sender oder Empfänger darauf Einfluß hätten. Das „routing“ der Datenpakete ist „zufällig“. Es gibt im Internet also nur scheinbar rein nationale Sachverhalte. Das Internet schafft einen weltweit einheitlichen Kommunikationsraum. Die mittels des Internet zu errichtende Informationsgesellschaft kann deshalb nur globaler Natur sein. Ein globaler Kommunikationsraum unterliegt aber nur noch in sehr eingeschränktem Maße der Kontrollierbarkeit und damit der Hoheitsgewalt der Nationalstaaten.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2000

Authors and Affiliations

  • Flemming Moos
    • 1
  1. 1.OsnabrückDeutschland

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