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Valproinsäure pp 149-154 | Cite as

Stellenwert von Valproinsäuretherapie bei Kindern mit West-Syndrom

  • F. Kotlarek
  • G. Gross-Selbeck
  • K. Kellermann
  • R. Pothmann
  • U. Schauseil-Zipf
Conference paper

Zusammenfassung

74 Kinder, von denen 57 (77%) an einem symptomatischen und 17 (23%) an einem idiopathischen West-Syndrom litten, wurden primär mit Valproinsäure behandelt. Die Behandlungsstrategie folgte einem vorher festgelegten Schema. Unter Einschluß der Patienten, bei denen die Therapie wegen Unverträglichkeit abgebrochen werden mußte, wurden in der idiopathischen Gruppe 9 von 17 (52,9%) der Kinder klinisch und elektroenzephalographisch initial anfallsfrei. Unter den symptomatischen Fällen betrug die Erfolgsquote 24 von 57 (42,1%).

Rezidivquote und Übergang in Folgekrämpfe sind unter einer antikonvulsiven Langzeittherapie mit Valproinsäure gering. Nach einem Mittel von 4,6 Jahren sind von den initial anfallsfrei gewordenen Patienten (33 von 74) 23 noch anfallsfrei (31,1%).

Durch eine bewußte und selektive Anwendung von Valproinsäure kann das Risiko der Hepatotoxizität minimiert werden. Eine fatale Hepatopa-thie trat in unserem Krankengut nicht auf. Nebenwirkungen, die zum Abbruch der Valproinsäure ther apie zwangen, wurden bei 6 von 74 Patienten beobachtet (4mal Erbrechen und Apathie, 2mal Thrombopenie).

Nach Ausbleiben eines Behandlungserfolges unter Valproinsäure wurden durch eine sekundäre ACTH-Therapie noch weitere 16 von 42 Patienten langzeitig anfallsfrei, so daß die Erfolgsrate des gestaffelten Therapiekonzeptes nach einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 4,6 Jahren 52,7% beträgt.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1992

Authors and Affiliations

  • F. Kotlarek
  • G. Gross-Selbeck
  • K. Kellermann
  • R. Pothmann
  • U. Schauseil-Zipf

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