Diagnose und Therapie des Waterhouse-Friderichsen-Syndroms

  • H. Isenberg

Zusammenfassung

Die schwerste Diagnose und am meisten gefürchtete Verlaufsform der Meningokokken-Meningitis ist das Waterhouse-Friderichsen-Syndrom (1911/1917 beschrieben). Dabei reicht die Anamnese meist nur wenige Stunden zurück. Nach katarrhalischen Symptomen entwickelt sich aus völligem Wohlbefinden eine akute, foudroyant verlaufende, bedrohliche Erkrankung mit schwerem Schocksyndrom. Der Blutdruck ist kaum meßbar, die Herzfrequenz ist hoch. Das Kind ist blaß-zyanotisch, apathisch oder komatös und hat hohes Fieber. Die Haut ist von kleineren und größeren ausgeprägten Hautblutungen und Petechien übersät. Gelegentlich treten blutige Durchfälle auf. Man findet massenhaft Bakterien im Blut und im Liquor; dabei ist die Zahl der Leukozyten im Blut und im Liquor charakteristischerweise annähernd normal. Das thrombohämorrhagische Geschehen ist ein prognostisch schlechtes Zeichen.

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Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag, GmbH & Co. KG, Darmstadt 1988

Authors and Affiliations

  • H. Isenberg
    • 1
  1. 1.Städtische KlinikenKinderklinikDarmstadtDeutschland

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