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Funktionsprüfungen der zerebralen Hämodynamik

  • Bernhard Widder

Zusammenfassung

Insbesondere im Zusammenhang mit multiplen Gefaßstenosen der hirnversorgenden Arterien oder einer Progredienz von Stenosen stellt sich die Frage nach bereits vorhandenen bzw. in Zukunft möglichen intrakraniellen Kollateralwegen. Dabei sind vor allem zwei relativ häufige Befundkonstellationen von Interesse:
  1. a)

    Verschluß der A. carotis interna mit kontralateraler Stenose: In einem solchen Fall gilt es zu klären, welchen Beitrag die kontralaterale A. carotis interna zu Versorgung der Hemisphäre auf der Seite des Karotisverschlusses leistet. Bei überwiegender Versorgung über den R. communicans anterior wird man sich wesentlich eher - auch bei einer bislang asymptomatischen Stenose - dazu entschließen, diese operativ zu entfernen, um bei einer möglichen Progredienz der Stenose keine zerebrale Minderversorgung zu provozieren (Abb. 134). Bei überwiegender Versorgung über den R. communicans posterior (= keine Strömungsabnahme auf der Verschlußseite während kontralateraler Karotiskompression) werden hingegen Verschluß und Stenose bezüglich therapeutischer Konsequenzen getrennt zu betrachten sein.

     

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1995

Authors and Affiliations

  • Bernhard Widder
    • 1
  1. 1.Neurologische Universitätsklinik UlmUlmDeutschland

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