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Zusammenfassung

Die Doppler- und Duplexsonographie der hirnversorgenden Arterien ist noch eine relativ junge Methode: Zwar erfolgten bereits 1959 erste Versuche zur transkutanen Blutflußmessung durch Satomura (1959), jedoch erst Anfang der 70er Jahre wiesen Müller (1971,1972) und Keller (Keller et al. 1973) mit einem von Pourcelot (1971) entwickelten „Continuous-wave Dopplergerät“ nach, daß die Ableitung von Endästen der A. ophthalmica („indirekter Doppler“) Aufschlüsse über Strömungshindernisse in der darunterliegenden A. carotis interna gibt. Die für die heute überwiegend verwendete „direkte“ Ultraschalluntersuchung der extrakraniellen hirnversorgenden Gefäße entscheidende Arbeit stammt ebenfalls von Pourcelot (1974), der erstmals zeigte, daß nahezu alle supraaortischen Gefäße in ihrem extrakraniellen Verlauf dopplersonographisch ableit- und vor allem auch unterscheidbar sind, und daß in ihrem Verlauf vorhandende Stenosen an ihren typischen Strömungssignalen erkannt werden können. Aufgrund ihrer hohen diagnostischen Zuverlässigkeit in Korrelation zur Angiographie (Büdingen et al. 1976, von Reutern et al. 1976 a, b) fand die Methode in den folgenden Jahren zumindest in Deutschland und Frankreich rasch Eingang in die klinische Routine.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1995

Authors and Affiliations

  • Bernhard Widder
    • 1
  1. 1.Neurologische Universitätsklinik UlmUlmDeutschland

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