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Berufungsvereinbarung

  • Hans-Dieter Lippert
  • Bernd-Rüdiger Kern

Zusammenfassung

Hochschullehrern als Professoren und Leitenden Ärzten von Einrichtungen der Hochschulklinika wird als Beamten mit der Berufung ein Amt im funktionalen Sinn übertragen, nämlich ihr Fach in → Forschung, → Lehre und Krankenversorgung zu vertreten. Die näheren Einzelheiten des mit dem konkreten Amt verbundenen Pflichtenkreises sowie der Rechte wurden früher-heute zunehmend weniger-in Berufungsvereinbarungen festgelegt. Neben Zusagen über die personelle Ausstattung des zu übernehmenden Bereiches werden in BerufungsVereinbarungen häufig die Frage der Leitung eines bestimmten, fachlich näher umschriebenen Funktionsbereiches (wie etwa die Leitung einer Klinik und ihre Struktur) sowie die Gestattung der Behandlung von stationären und ambulanten Patienten mit Wahlleistung „Arzt“in Nebentätigkeit geregelt. Berufungsvereinbarungen werden-obgleich atypischen Regelungsinhalts-als öffentlichrechtliche Verträge angesehen. Ihr Bestand richtet sich daher nach den §§ 54 ff., 60 VwVerfG in der Fassung des jeweils geltenden Landesrechts. Zusagen über die personelle und sächliche Ausstattung sind durch die hochschulrechtlichen Vorschriften heutzutage enge Grenzen gesetzt.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • Hans-Dieter Lippert
    • 1
  • Bernd-Rüdiger Kern
    • 2
  1. 1.BlausteinDeutschland
  2. 2.TübingenDeutschland

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