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Technik der parenteralen Ernährung

  • Ulrich R. Fölsch
  • Ulrich Junge
Part of the Kliniktaschenbücher book series (KTB)

Zusammenfassung

Um 2000–3000 kcal (8374–16747 kJ) in vertretbarer Flüssigkeitsmenge - ggf. sogar innerhalb der Nachtstunden - zuführen zu können, sind hohe Glukosekonzentrationen erforderlich. Hochprozentige Lösungen können nur über einen zentralvenösen Katheter infundiert werden. Nur falls Fett als Hauptenergielieferant dient, kann die p.E. periphervenös appliziert werden. Als Kanüle für die periphervenöse Verabreichung empfehlen sich Teflonkanülen. Diese können bei guter Pflege bis zu 14 Tagen liegen bleiben. Als zentraler Zugang wird die Vena jugularis bzw. die Vena subclavia gewählt. Die Katheterpflege bei ambulanten Patienten ist beim Subklaviakatheter aus verbandstechnischen Gründen vorteilhafter. Die bisher üblichen Zentralvenenkatheter aus Polyäthylen oder PVC sind für eine längere Verweildauer ungeeignet, weil sie thrombogen sind, wenngleich klinisch manifeste Armvenenthrombosen selten auftreten. Zur Langzeitkatheterisierung empfehlen sich Silikonkatheter. Für die parenterale Ernährung auf Lebenszeit hat sich der „Broviac Hyperalimentation Catheter“am besten bewährt. Die Implantation erfolgt chirurgisch über die Vena subclavia, die Katheterspitze liegt im rechten Vorhof. Diese Katheter können potentiell unbegrenzt liegen bleiben. Bei Beachtung strengster Asepsis in der Handhabung des Katheters (sterile Technik oder „no-touch-technique“) beträgt die Sepsisrate 1 pro 10 Patientenjahre [11].

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1982

Authors and Affiliations

  • Ulrich R. Fölsch
    • 1
  • Ulrich Junge
    • 2
  1. 1.Medizinische Klinik und PoliklinikGöttingenDeutschland
  2. 2.Zentrum Innere MedizinUniversität UlmUlmDeutschland

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