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Gesichtsschmerz

  • John P. Patten

Zusammenfassung

Im vorigen Kapitel wurde das Problem des Kopfschmerzes abgehandelt und dabei besonders die differentialdiagnostische Relevanz der Anamnese betont. Auch bei der Gesichtsschmerzdiagnostik ist die Vorgeschichte wichtig; hier finden sich — im Unterschied zum Kopfschmerz — bei mehreren Zuständen, die Gesichtsschmerzen verursachen, bestimmte Eigentümhchkeiten in der Vorgeschichte, die für das betreffende Krankheitsbild fast immer „typisch“ sind. Das gilt vor allem für die Trigeminusneuralgie. Leider sind einige Fehlvorstellungen über Gesichtsschmerzen verbreitet, darunter besonders die, daß es sich bei jedem nicht sicher als Trigeminusneuralgie identifizierbaren Gesichtsschmerz um einen „atypischen Gesichtsschmerz“ handele. In Wirkhchkeit ist aber ein „atypischer Gesichtsschmerz“ hinsichthch der Vorgeschichte genauso „typisch“ wie der Schmerz bei Trigeminusneuralgie. Auch das unterstreicht den hohen Rang der Anamnese. Für die Diagnose „Kopfschmerz“ ist es nicht notwendig, daß die schmerzenden Areale streng begrenzt sind. Ein Kopfschmerz kann sich bis auf den Hals oder weit über das Gebiet ausbreiten, ohne sich an das anatomische Substrat zu halten. Für die Beurteilung des Gesichtsschmerzes ist jedoch eine genaue Kenntnis der Anatomie des V. Hirnnervs unabdinglich; Abb. 21.1 hefert die dafür benötigten Informationen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1982

Authors and Affiliations

  • John P. Patten
    • 1
  1. 1.PelhamHindhead, SurreyGreat Britain

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