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Juvenile Kyphose (Morbus Scheuermann, Adoleszentenkyphose)

  • E. Schmitt
Part of the Kliniktaschenbücher book series (KTB)

Zusammenfassung

Die juvenile Kyphose (Scheuermann 1920) geht mit einer Brustkyphose einher, bindet sich in ihrer Entwicklung steng an ein bestimmtes Alter, verursacht gelegentlich Schmerzen und hinterläßt typische röntgenologische Veränderungen. Die Anzahl der Erkrankten wird in der Regel unterschätzt: Untersuchungen in der Berliner Bevölkerung deckten Häufigkeiten zwischen 19,9 und 37,1% auf, Untersuchungen in Schweden haben gezeigt, daß röntgenologische Veränderungen im Sinne des M. Scheuermann bei 23 bis 33,5% der Population anzutreffen sind. Somit hat die Adoleszentenkyphose durch ihre Häufigkeit nicht nur große Bedeutung für die Pathologie des Heranwachsenden, sondern wegen ihrer Neigung, eine bleibende Deformität der Wirbelsäule zu hinterlassen, auch für die Erwachsenen. Scheuermann selbst hat vermutet, daß zur Entwicklung dieser Kyphose Störungen der Wachstumszonen der Wirbelkörper vorliegen. Neuere Untersuchungen zeigen, daß sich der Prozeß an den Wirbelkörperdeckplatten abspielt, also zwischen Wirbelkörper und Bandscheibe. Stellen dieser Knorpelplatten sind der von ihr verlangten Beanspruchung nicht gewachsen. Nach Schmorl und Junghanns handelt es sich um Lücken, die präformiert sind, z. B. am ursprünglichen Verlauf der Corda dorsalis, oder Ossifikations- und Gefäßlücken. Aufdermauer hat aber gezeigt, daß an diesen Stellen ein völliger oder unvollständiger Ausfall der Fasersysteme an der Knorpelplatte besteht; erst sekundär komme es zur Schädigung der Wachstumszone, die aber auch stellenweise völlig ausfalien kann.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1978

Authors and Affiliations

  • E. Schmitt

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