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Lymphozytäre Meningitis und Meningoenzephalitis

  • Hans Wolfgang Kölmel

Zusammenfassung

Fast regelmäßig wird mit der ersten Liquoruntersuchung das lymphozytäre Stadium der sog. lymphozytären Meningitis erfaßt. Sollte jedoch eine frühe Diagnose der Erkrankung gelingen und der Liquor bald untersucht werden, so kann neben wenigen lymphozytären Reizformen noch eine ausgesprochene Granulozytose überraschen (über 90% der Zellen). Dieser für jede entzündliche Pleozytose übliche Befund wird im Falle der Virusgenese allerdings rasch, manchmal abrupt von einem Tag zum anderen von der typischen Lymphozytose abgelöst. Die Zellzahl kann inzwischen noch angestiegen sein. Das Zellbild zeigt auf dem Höhepunkt der Infektion die ganze Palette lymphozytärer Transformation. Mittelgroße und große, z.T. in Teilung begriffene Lymphozyten, auch zahlreiche, hier und da zwei- und mehrkernige Plasmazellen sind vorhanden. Die kleineren Lymphozyten fallen durch ihr stark basophiles Zytoplasma auf. Granulozyten, unter ihnen bezeichnenderweise auch einige Eosinophile, machen nur noch einen verschwindend geringen Teil der Zellen aus.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin-Heidelberg 1978

Authors and Affiliations

  • Hans Wolfgang Kölmel
    • 1
  1. 1.Klinikum Charlottenburg Neurologische AbteilungFreie Universität BerlinBerlin 19Germany

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