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Ulcus-Therapie pp 155-155 | Cite as

Konsequenzen

  • A. L. Blum
  • J. R. Siewert
Conference paper
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Part of the Interdisziplinäre Gastroenterologie book series (GASTROENTEROLOG)

Zusammenfassung

Die Ulcustherapie erfordert einen einfühlenden Arzt, ein geschmacklich gutes Antacidumgel und, falls indiziert, Cimetidin. So läßt sich etwas überspitzt die heutige konservative Therapie zusammenfassen. Eine gute Wirkung auf die Heilung des Ulcus ist zwar für manche Medikamente in kontrollierten Studien gezeigt worden: Carbenoxolon-Na, Wismutverbindungen, evtl. Prostaglandine — doch weisen diese Medikamente Nachteile auf, welche sie unseres Erachtens zur Ulcustherapie weniger geeignet erscheinen lassen. Das historische Verdienst von Carbenoxolon-Na besteht darin, den Anstoß für eine wissenschaftlich fundierte Prüfung der Ulcusmedikamente gegeben zu haben. Hauptverdienst dieser Studien war das Erfassen des natürlichen Verlaufs der Ulcuskrankheit und der Wirkung einer Placebo-Therapie. Diese Wirkung büdet die Grundlage zur Beurteilung jeder Art der Ulcustherapie. Mit Carbenoxolon-Na ist erstmals auch die Wirksamkeit eines außerhalb des Säurepepsinkreises stehenden Wirkstoffs gezeigt worden. Die Zukunft der Ulcustherapie gehört nicht so sehr der Entwicklung eines Supersekretionshemmers als vielmehr der Ergänzung einer Sekretionshemmung durch eine nebenwirkungsfreie Verbesserung der Schleimhautabwehr. Wie lange und bei wem eine medikamentöse Rückfallprophylaxe betrieben werden soll, ist noch weitgehend ungeklärt, obwohl der Wert einer solchen Prophylaxe erwiesen ist.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1978

Authors and Affiliations

  • A. L. Blum
  • J. R. Siewert

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