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Angeborene Extremitätendefekte

  • Karlheinz Idelberger

Zusammenfassung

Wir sprechen von angeborenen Defekten, wenn Gliedmaßen teilweise oder ganz fehlen. Nach Art und Ausdehnung unterscheiden wir 4 Gruppen (Abb. 8 a—d):
  1. 1.

    Amelien: Eine oder mehrere Extremitäten fehlen vollständig. Meistens ist auch der Schulter- oder Beckengürtel unterentwickelt.

     
  2. 2.

    Phokomelien: Die langen Röhrenknochen sind nicht angelegt. Hand oder Fuß, oder auch nur Teile von ihnen, entspringen unmittelbar der Schulter oder dem Becken.

     
  3. 3.

    Peromelien: Sie entsprechen dem Bild einer „angeborenen Amputation“ mit querem oder konisch zulaufendem Stumpf.

     
  4. 4.

    Ektromelien: Nach der Definition von Werthemann handelt es sich um Hypo- oder Aplasien einzelner oder mehrerer Röhrenknochen, die mit Fehlstellungen der Gliedmaßen oder Kontrakturen verbunden sein können. Diese Gruppe ist mit Abstand die größte. Sie umfaßt praktisch sämtliche in den übrigen Kategorien nicht unterzubringende Fehlentwicklungen (Abb. 9).

     

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1978

Authors and Affiliations

  • Karlheinz Idelberger
    • 1
  1. 1.DüsseldorfDeutschland

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