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Elektrodenpotentialmessung

  • Karl Cammann
Part of the Anleitungen für die chemische Laboratoriumspraxis book series (LABORATORIUM, volume 13)

Zusammenfassung

Wie mißt man nun die bisher nur theoretisch erläuterte Potential differenz zwischen dem Innern der Elektrode und des Elektrolyten? Ein Spannungsmeßgerät (Voltmeter) besitzt bekanntlich zwei Eingangsklemmen. An eine Klemme kann man die Meßelektrode anschließen. Wie aber kann man das Potential im Innern der Elektrolytlösung zur anderen Klemme des Meßgerätes „ableiten“? Es bleibt nichts anderes übrig, als einen zweiten Leiter als Ableit-Elektrode in die Meßlösung zu tauchen und ihn mit der zweiten Eingangsklemme des Voltmeters zu verbinden. Aber dann treten an der neu gebildeten Phasengrenze: Ableit-Elektrode/Meßlösung die analogen physikalischen und chemischen Vorgänge auf (Orientierung, Ladungstrennung, Ladungsübergang) wie bei der Meßelektrode, deren Größe man eigentlich allein und absolut messen wollte. Wir erhalten also an dieser zweiten Phasengrenzfläche eine zusätzliche Galvanispannung ΔøB. Was wir am Voltmeter ablesen ist daher die Summe von mehreren Galvanispannungen. Eine derartige Anordnung: — zwei Elektroden in einem gemeinsamen Elektrolyten — wird eine elektrochemische Zelle genannt; eine Elektrode stellt folglich eine elektrochemische Halbzelle dar.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1977

Authors and Affiliations

  • Karl Cammann
    • 1
  1. 1.Mineralogisch-Petrographisches Institut der UniversitätMünchen 2Deutschland

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