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Durst und Hunger: Allgemeinempfindungen

  • R. F. Schmidt
Part of the Heidelberger Taschenbücher book series (HTB, volume 136)

Zusammenfassung

Die Durstempfindungen bei Flüssigkeitsmangel und die Hungerempfindungen bei Nahrungsmangel können und konnten bisher weder einem bestimmten Sinnesorgan noch einer bestimmten Körperstruktur zugeordnet werden. Sie wurden und werden deshalb als Allgemeinempfindungen oderAllgemeingefühle bezeichnet. Als Allgemeingefühle lassen sich beispielsweise auch die Müdigkeit, der Lufthunger (Atemnot) und die sexuelle Appetenz auffassen. Sinnesphysiologisch gesehen ist ihnen allen gemeinsam, daß sie einen oder mehrere #x00E4;quateReize besitzen, die ihren Ursprung nicht in der Umwelt, sondern im anismus selbst haben. Diese Reize werden von mehr oder weniger unbekannten Receptoren registriert und führen damit zu den jeweiligen Allgemeinempfindungen (Abb. 8-1A, Pfeile 1 bis 3). So wird unten gezeigt werden, daß eine „Endickung“(Hypertonicität) der Körperflüssigkeit bei Wassermangel über Osmoreceptoren erfaßt und dadurch eine Durstempfindung (Synonyme: Durstgefühl, Durst) ausgelöst wird (Abb. 8-1B, Pfeile 1 bis 3). Entsprechend läßt sich vorstellen, daß sich im Blut im Laufe des Tages „Abfallstoffe“ anhäufen, die uns das Gefühl der Müdigkeit vermitteln, oder daß bestimmte Hormone, sobald sie in genügender Konzentration im Organismus vorliegen, Empfindungen der sexuellen Appetenz bedingen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1976

Authors and Affiliations

  • R. F. Schmidt

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