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Somato-viscerale Sensibilität

  • R. F. Schmidt
Part of the Heidelberger Taschenbücher book series (HTB, volume 136)

Zusammenfassung

Bis beinahe zum Beginn dieses Jahrhunderts galt das „Getast“ als einer der fünf Sinne (Modalitäten), die uns zur Erkennung unserer Umwelt zur Verfügung stehen. Empfindungen der Kälte, der Wärme, des Druckes, usw. wurden als Qualitäten dieses Sinnes „Getast“ angesehen. Aber etwa ab 1890 wurde klar, daß die Haut nicht überall gleichmäßig empfindlich für alle Reizqualitäten ist. Von Frey Goldscheider und andere entdeckten bei Reizung der Haut mit feinen Objekten, daß sich von gewissen Punkten der Haut nur Wärmeempfindungen auslösen ließen; andere waren nur auf Kältereize empfindlich oder auf Berührung, wieder andere ergaben nur Schmerz. Von der übrigen Hautoberfläche zwischen diesen „Sinnespunkten“ ließen sich keine Empfindungen auslösen. Es war dies eine der wichtigsten Erkenntnisse am Beginn der modernen Sinnesphysiologie. Auf der Basis dieser Befunde konnte das „Getast“ leicht in eine Reihe eigenständiger Modalitäten nämlich Druck/Berührung (Tastsinn, Mechanoreception), Wärme und Kälte (Temperatursinn, Thenmoreception) und Schmerz (Schmerzsinn, Nociception) gegliedert werden.

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© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1976

Authors and Affiliations

  • R. F. Schmidt

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