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Autosomal-dominanter Erbgang

  • Walter Fuhrmann
  • Friedrich Vogel
Part of the Heidelberger Taschenbücher book series (HTB, volume 42)

Zusammenfassung

Auch beim Menschen gelten die einfachen, von Mendel entdeckten Erbregeln. Die Gene (Erbanlagen) sind auf den einzelnen Chromosomen angeordnet, von denen der Mensch in jeder Körperzelle 46 besitzt. Zwei davon sind die Geschlechtschromosomen (Kap. 7a [Abb. 19]), die übrigen 44 werden Autosomen genannt. Merkmale, die durch auf diesen gelegene Gene gesteuert werden, bezeichnet man als autosomal erblich. Je zwei Autosomen sind jeweils in der Form gleich und enthalten die gleichen Genorte (homologe Chromosomen). Jeder autosomale Genort ist also in jeder Körperzelle zweimal vertreten. Findet sich an beiden Stellen die gleiche genetische Information, so nennen wir das Individuum homozygot (δμóς = gleich). Da aber an jedem Genort verschiedene (häufig „veründerte“, „mutierte“) genetische Informationen (Allele) möglich sind, kann ein Individuum auch an einem Genort das eine, an dem entsprechenden Genort des entsprechenden (homologen) Chromosoms ein anderes Allel tragen. Wir nennen es dann „heterozygot“ (έτεός = anders). Im Falle einer einfach erblichen Krankheit kann ein Mensch also homozygot für das Normalgen oder homozygot für das krankheitsbestimmende Gen sein oder aber beide Gene in einfacher Dosis tragen, also heterozygot für dies en Genort sein.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1975

Authors and Affiliations

  • Walter Fuhrmann
    • 1
  • Friedrich Vogel
    • 2
  1. 1.Institut für HumangenetikGießenDeutschland
  2. 2.Institut für Antropologie und HumangenetikUniversität HeidelbergHeidelbergDeutschland

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