Carnot-Prozesse und thermodynamische Temperaturskala

  • Wilhelm Brenig
Part of the Hochschultext book series (HST)

Zusammenfassung

Die in Abschn. 15.2 gegebenen Temperaturdefinitionen reichen zwar im Prinzip aus zur Festlegung einer Temperaturskala, sind jedoch nicht besonders praktikabel. Praktisch geht man so vor, daß man Substanzen mit bekannter Zustandsgleichung in thermischen Kontakt bringt mit den Substanzen, deren Temperatur man bestimmen will. Beim Gasthermometer etwa sei P = P(V,T) die bekannte Zustandsgieichung, dann kann man durch Messung der mechanischen Größen P und V die Temperatur T bestimmen. Besonders einfach ist die Zustandsgleichung für ideale Gase, für ein Mol eines idealen Gases gilt z.B. PV = RT. Solche idealen Gasen kommen zwar streng genommen in der Natur nicht vor. Bei vielen realen Gasen sind jedoch (insbesondere bei hohen Temperaturen und kleinen Dichten) die Abweichungen vom idealen Verhalten vernachlässigbar klein. Die Abweichungen sind um so kleiner, je weiter man oberhalb des kritischen Punktes arbeitet. Deshalb ist Helium mit seinem sehr tiefliegenden kritischen Punkt eine besonders günstige Thermometersubstanz.

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© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1975

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Brenig
    • 1
  1. 1.Technische Universität MünchenGarching bei MünchenDeutschland

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