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Entzündungen der Knochen und Gelenke

  • Karlheinz Idelberger

Zusammenfassung

Die häufigste Form der Osteomyelitis ist die metastatische, bei der die Erreger — in erster Linie der Staphylococcus aureus haemolyticus, in den ersten Lebensjahren vorwiegend Streptokokken und Pneumokokken — auf dem Blutwege verschleppt werden. Die Quellen sind bei Staphylokokken meist Otitiden und Bronchitiden. Während früher ausgedehnte Markphlegmonen mit Totenladenbildung bei der akuten hämatogenen Osteomyelitis besonders junger Kinder häufig vorkamen, hat die Antibioticatherapie hier eine Wandlung zum besseren vollzogen. Die Krankheit kommt bei genügend hoher Dosierung vielfach schon früher zum Stillstand. Chronische Osteomyelitiden sind leider auch heute noch keine Seltenheiten. Allgemein gesagt überwiegen im Kindesalter die akuten Formen, bei Erwachsenen durch die veränderte Immunitätslage die subakuten sowie primär und sekundär chronischen Prozesse. Etwa 80% der an hämatogener Osteomyelitis Erkrankten sind jünger als 16 Jahre (Hüner). Verletzungen und Übergreifen eines eitrigen Prozesses aus der Nachbarschaft spielen zahlenmäßig eine untergeordnete Rolle; außerdem führen sie in der Regel nur zu einer lokal begrenzten Knochenentzündung.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1975

Authors and Affiliations

  • Karlheinz Idelberger
    • 1
  1. 1.Orthopädischen Klinik und Poliklinik der UniversitätDüsseldorfDeutschland

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