Advertisement

Die differentiale Beatmung

  • Gunther Wolff
Part of the Kliniktaschenbücher book series (KTB)

Zusammenfassung

Vor einigen Jahrzehnten war das Ziel der mechanischen Beatmung lediglich der Ersatz der gestörten eigenen Atemtätigkeit („Eiserne Lunge“). In Situationen des Dauerersatzes der Spontanatmung (d.h. bei extrapulmonal bedingter respiratorischer Insuffizienz, z.B. bei irreversibler Atemlähmung infolge Poliomyelitis) mag dieses Ziel der künstlichen Beatmung unverändert geblieben sein. Jedoch bei intrapulmonal bedingter respiratorischer Insuffizienz und nach Trauma oder Operation hat sich dieses Ziel infolge zunehmender Erkenntnisse und zunehmendem Angebot an technischen Möglichkeiten völlig gewandelt. Es besteht heute darin, bei ungestörtem Kreislauf die natürliche Spontanatmung möglichst schnell und möglichst sicher wieder herbeizuführen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden bewußt und mit großem Gewinn auch Beatmungscharakteristika gewählt, die von den Charakteristika der normalen Spontanatmung stark abweichen. Die Taktik, mit Absicht vorübergehend eine scheinbar „pathologische“ Beatmung anzuwenden, um die „normale“ Spontanatmung möglichst schnell und sicher zu erreichen, hat die künstliche Beatmung zu einem hervorragenden und differenzierten therapeutischen Instrument werden lassen. Diese Taktik machen sich im allgemeinen weder Benutzer noch Konstrukteure von Respiratoren genügend bewußt.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1975

Authors and Affiliations

  • Gunther Wolff
    • 1
  1. 1.Abteilung für Intensivmedizin’ Department für ChirurgieUniversität, Kantonsspital BaselBaselSchweiz

Personalised recommendations