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Stoffwechsel

  • E. R. Froesch
Part of the Heidelberger Taschenbücher book series (HTB, volume 101)

Zusammenfassung

Es herrscht immer noch die falsche Vorstellung vor, daß nach dem Essen vorwiegend Glucose als Brennmaterial vom Organismus verwendet werde. Dies ist keineswegs der Fall. Mehr als 50% der gesamten Energie werden aus freien Fettsäuren und Ketokörpern gewonnen und nur ein geringer Teil aus der Glucose. Der respiratorische Quotient von annähernd 1 nach dem Essen bedeutet nicht, daß ausschließlich Glucose verbrannt wird, sondern vielmehr, daß Glucose zu Fett umgewandelt wird. Dies bedeutet, daß die Glucose, welche in der Nahrung aufgenommen wird, nicht oxidiert, sondern in erster Linie gespeichert wird. Die Speicherung von Glucose in Form von Glykogen ist beschränkt. Die Leber kann maximal 10% ihres Gewichtes in Form von Glykogen speichern, d. h. ungefähr 150 g. Diese 150 g Glykogen stehen dem Organismus beim Übergang zum Fasten als Kohlenhydrate zur Verfügung, indem die Leber ihr Glykogen zu Glucose umwandeln und in das Blut abgeben und damit dem Gehirn zur Oxidation bereitstellen kann. Bis zu 50% peroral oder intravenös verabreichter Glucose können in Form von Glykogen von der Leber gespeichert werden. Der Rest verschwindet vor allem in der Muskulatur, welche gesamthaft auch ungefähr 150 bis 200 g Glykogen speichern kann. Im Gegensatz zur Leber kann der Muskel wegen des Fehlens des Enzyms Glucose-6-Phosphatase keine Glucose abgeben.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin : Heidelberg 1972

Authors and Affiliations

  • E. R. Froesch

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