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Knochen-, Calcium- und Phosphatstoffwechsel

  • E. R. Froesch
Chapter
Part of the Heidelberger Taschenbücher book series (HTB, volume 101)

Zusammenfassung

Die Regulation des Calcium- und Phosphatstoffwechsels ist sehr komplex. Die Calcium- und Phosphatkonzentration im Blut wird trotz stark wechselnder Zufuhr dieser beiden Ionen konstant gehalten. Die beiden wichtigsten Hormone für die Homöostase des Calciums und des Phosphates sind das Parathormon der Nebenschilddrüsen und das in den medullären Zellen der Schilddrüse gebildete Calcitonin. Das Plasma enthält nur einen ganz kleinen Bruchteil des Gesamtkörper-Calciums, das zu mehr als 98% im Knochen deponiert ist. Die normale Calciumkonzentration im Plasma liegt zwischen 8,5 und 10 mg%. Die Gesamtkonzentration an Calcium sagt relativ wenig aus über das aktiv in das Stoffwechselgeschehen eingreifende ionisierte Calcium. Ungefähr 50% des gesamten Calciums liegt im Serum in ionisierter, 15% in an Bicarbonat, Phosphat und Citrat komplexierter und der Rest in eiweißgebundener Form vor. Die Calciumkonzentration des Plasmas nimmt bei niedrigem Proteingehalt ab und bei hohem Proteingehalt zu. Die Calciumkonzentration beträgt in der interstitiellen Flüssigkeit nur 7 mg %, im Liquor cerebrospinalis, der noch weniger Eiweiß enthält, 4,5–6 mg %. Calcium wird im Dünndarm resorbiert und im Dickdarm, Urin und Schweiß ausgeschieden. Das wachsende Kind und die schwangere Frau benötigen bis zu 1, resp. 1,5 g Calcium pro Tag, der erwachsene Mensch 0,5 g, um nicht in eine negative Calciumbilanz zu geraten.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin : Heidelberg 1972

Authors and Affiliations

  • E. R. Froesch

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